Walter Kubiena Preispreisträger 2004

DI. Dr. Walter Fitz

Dr. Walter Fitz

Die Dissertation behandelt methodische Aspekte der Rhizosphärenforschung und das Verhalten von Arsen in der Rhizosphäre unter besonderer Berücksichtigung dessen Bedeutung in der Phytosanierung von Arsen belasteten Böden. Ein neues Rhizoboxsystem wurde entwickelt, um Nachteile bereits etablierter Systeme zu kompensieren.

Mit Hilfe dieses neuen Systems können Gradienten in der Rhizosphäre im sub-mm Bereich bestimmt werden. Die Anwendung von Gefrier-Mikrotomen stellt eine gängige Methode dar, um wurzelparallele Bodenschichten für Analysen zu gewinnen. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass das damit verbundene Durchschneiden von Bodenpartikeln bodenchemische Parameter beeinflusst. Um diese Artefakte zu vermeiden, wurde ein Schneidegerät entwickelt, mit dessen Hilfe Rhizosphärenboden frisch, das heißt ohne Einfrieren, geschnitten werden kann.

Das Verhalten von Arsen in der Rhizosphäre wurde bisher kaum untersucht. Daher wurde unter Einbeziehung von bestehendem Wissen zur Arsenchemie in Boden und Pflanze ein konzeptionelles Modell entwickelt. In einem Rhizoboxversuch wurden Rhizosphärenprozesse des Arsen-Hyperakkumulators Pteris vittata L. untersucht. Es hat sich gezeigt, dass “Diffusive Gradients in Thin Films” (DGT) sich eignen, um die Effizienz der Phytoextraktion zu studieren.

Betreuer: Walter Wenzel
Zweitbetreuer: Otmar Horak



Curriculum vitae: DI Dr. Walter Fitz

Ausbildung

Jan. 2000 – Nov. 2002: Doktoratsstudium, Universität für Bodenkultur
Titel: The Fate of Arsenic in the Rhizosphere: Methodological Aspects and Processes

Okt. 1993 – Dez. 1999: Diplomstudium, Universität für Bodenkultur
Landschaftsplanung und Landschaftspflege – Mit Auszeichnung bestanden

März – Juli 1999: Diplomarbeit, Durchführung der Experimente am Forschungszentrum IACR-Rothamsted, Harpenden, UK
Titel: In situ Fixation and Phytoextraction heavy metal-polluted Soils

Sept. 1997 – März 1998: Auslandsstudium, Agricultural University Wageningen (WAU), NL
Sept. 1985 – Juni 1990: HTL Bregenz, Fachrichtung Maschinenbau, Matura

Beruflicher Werdegang

Seit Dez. 2002: Universität für Bodenkultur, Institut für Bodenforschung, Forschungsassistent
Okt. 1990 – Sept. 1993: Beschlägefirma Blum GmbH, Höchst/Vorarlberg, Entwicklungstechniker
Juli/Aug. 1997: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Umweltschutz IVe
Aug. 1996: Bezirkshauptmannschaft Bregenz, Forstinspektion

Auszeichnungen

2002 Preis für besten Studentenvortrag der Konferenz: Heavy Metal Contamination and the Quality of Life, 4-6 Sept. 2002, Debrecen, Ungarn, 20th European Conference der Society for Environmental Geochemistry and Health

Hobbies

Bergsteigen, Radfahren, Ornithologie