"Hydrologie und Bodenkunde – vom Punkt zur Fläche" 2010

Gemeinsame Tagung der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft (ÖBG) und der Österreichischen Gesellschaft für Hydrologie (ÖGH)

Waldweg

Waldweg

Die Abteilung VII/3 Wasserhaushalt im Lebensministerium veranstaltete gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Hydrologie (ÖGH) und der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft (ÖBG) eine Tagung zum Thema „Hydrologie und Bodenkunde – vom Punkt zur Fläche“
Im Kreislauf des Wassers kommt dem Boden eine wesentliche Rolle zu. Seine Speicher- und Leitfähigkeit entscheidet maßgeblich darüber, welcher Anteil des Niederschlags oberflächlich abfließt, wie viel Wasser in den Boden infiltriert und damit für die Versorgung der Pflanzen, für die Grundwasserneubildung, aber auch für die Verdunstung zur Verfügung steht. Durch seine Filterfunktion gewährleistet der Boden eine entsprechende Grundwasserqualität. Umgekehrt ist auch das Wasser für zahlreiche Bodenfunktionen von Bedeutung. Nicht nur die Produktionsfunktion, auch die Transformationsprozesse sowie der Stofftransport werden durch die Bodenfeuchte (das Bodenwasser) beeinflusst.

In den letzten Jahren wurden sowohl von Hydrologen als auch Bodenforschern vermehrt Themenbereiche aufgegriffen, in deren Mittelpunkt die Wechselwirkungen von Boden und Wasser standen. In einer ersten gemeinsamen Tagung der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Hydrologie wurden die Methoden der jeweiligen Fachgebiete vorgestellt, um gemeinsam Integrationsansätze zu erarbeiten.

Sowohl das Prozessverständnis für die Wasserbewegung am und im Boden, als auch die Retentionsmöglichkeiten für Stoffe wurde erläutert und diskutiert. Am Ende der Veranstaltung konnten Vorschläge zur Entwicklung eines „hydrologischen Bodenatlas“ entwickelt werden. In allen Fällen stand die Möglichkeit des Transfers von Punkt- zu Flächendaten im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung, an der 90 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 4 Nationen teilnahmen, umfasste Beiträge namhafter nationaler und internationaler Experten, eine Exkursion und einen Workshop, dessen Ergebnisse die Basis für gemeinsame Arbeiten und Projekte bilden soll.

Quelle: Lebensministerium https://www.bmlfuw.gv.at/wasser